On-Board-Kurier – Der perfekte Nebenjob als Nomade

Mit Blick auf Athen

Mit Blick auf Athen

Wie wäre es, wenn Du ein Job hättest, der Dir Flug, Hotel und Lohn bezahlt und Du trotzdem Zeit für Dein Business hast?

Als Digitaler Nomade bin ich relativ flexibel, was meine Zeiteinteilung und mein Aufenthaltsort angeht. Arbeiten kann ich von überall – ob im Flieger, im Hotel oder in der Flughafen-Lounge. Und ich plane meistens nicht länger als einen Monat im Voraus. Ja, im Grunde genommen sind selbst diese Pläne sehr vage: Vielleicht gehe ich Ende des Monats mal einen Kumpel im Ausland besuchen, vielleicht aber auch nicht. Vielleicht finde übermorgen einen Billigflug nach Südamerika, vielleicht aber auch nicht. Ich nehme es meistens, wie es kommt. Cool wäre es da auch, wenn ich so mein Geld verdienen könnte: Wie es gerade kommt!

Es versteht sich von selbst, dass die meisten Arbeitgeber mit solch einem unverbindlichen und flexiblen Lifestyle nichts anfangen können, weshalb ich als Nomade darauf bedacht bin, ortsunabhängige Jobs zu finden. Diese Spontaneität kann aber auch eine große Stärke sein. Manche Jobs verlangen einhundert-prozentige Aufbruchsbereitschaft: Seien es Notärzte, Nachrichten-Korrespondenten oder eben Express-Kuriere.

Der internationale Express-Kurier

On-Board-Kuriere sind solche Menschen, die auf Anfrage bereitstehen und mal eben wichtige Dinge wie Medikamente, Maschinen-Ersatzteile oder andere relevante Produktionsmittel ans andere Ende der Welt transportieren.

Die Kurier-App klingelt, eine neue Anfrage ist da: Ein Paket muss schnell in Frankfurt aufgegabelt werden und noch heute nach Madrid. In 2 Stunden geht der Flieger. Los geht’s! Morgen früh dann wieder zurück nach Frankfurt. Ach was, Spanien ist schön, ich bleibe lieber dort. Nächste Woche bietet sich dann ein Auftrag von Madrid nach Johannesburg an. Und dort steht nach 10 Tagen wieder eine Mission nach Hongkong bereit.

Das Leben als On-Board-Kurier ist so spannend und flexibel. Es passt somit optimal zu meinem Leben als Perpetual Travel. Und das Praktische ist: Jetzt muss ich noch nicht einmal mehr planen, wo ich als nächstes hingehe und der Kurierdienst zahlt ohnehin die Tickets. Die Kurier-App bleibt auf jeden Fall scharf gestellt und wenn mir ein Zielort nicht gefällt, muss ich die Mission ja auch nicht annehmen. Dank Standorterkennung weiß die App auch immer, wo ich mich befinde. Für jeden Auftrag springen übrigens mindestens 150 Euro Entlohnung für mich dabei raus und für die Zeit der Mission wird mir sogar das Hotel finanziert. Die missions-relevanten Transportkosten für Bahn oder Taxi werden natürlich auch voll übernommen.

Voraussetzungen

Neben der genannten Flexibilität, die man als Digitaler Nomade (und sogar meistens auch als normaler Selbstständiger) hat, sind natürlich Englisch-Kenntnisse unerlässlich. Weitere Sprachkenntnisse sind natürlich von Vorteil. Ebenfalls sind Visa für verschiedene wichtige Industrienationen wie USA und China von großem Nutzen, da dann mehr Aufträge spontan angenommen werden können. Sammelst Du Flugmeilen, kannst Du Deine entsprechenden Mitgliedschaften bei der Kurier-Agentur hinterlegen und sie beachten diese bei der Flugbuchung für Dich. So sparst Du Dir nicht nur die Flugkosten, sondern erlangst nach und nach sogar zahlreiche Meilen. Auch ein polizeiliches Führungszeugnis ist bei den meisten Agenturen Pflicht. Eine feste Anstellung besteht nicht, sondern Du musst als Selbstständiger agieren. Wenn Du ein Nomade mit einer Auslandsfirma bist, ist dies kein Problem. Lebst Du noch offiziell in Deutschland, dann muss Du dort ein Gewerbe eröffnen. Nach einer kurzen Bewerbung und einer Online-Video-Schulung stehst Du auch schon als weltweiter Kurier bereit. Lade Dir noch die App runter und schalte diese auf Standby, sodass Du keine Missions-Anfrage verpasst.

Alltag als On-Board-Kurier

Die Mission hat natürlich oberste Priorität. Und wenn Du einen Auftrag annimmst, musst Du natürlich alles stehen und liegen lassen und weiterreisen. Ist dies für Dich kein größeres Problem, dann bietet Dir dieser Job sehr viele schöne Seiten. Du siehst die Welt und hast im Flieger sowie im Hotel viel Zeit um am Laptop zu arbeiten. Wichtig ist nur, dass Du das Paket so schnell wie möglich zum Ziel bringst. Wenn Du einmal pro Woche eine Mission absolvierst, lässt es sich sogar davon Leben.

Ein On-Board-Kurier kannst Du beispielsweise bei den folgenden Firmen werden:

Was hältst Du von diesem Job? Warst Du schon einmal Kurier? Wie sind Deine Erfahrungen? Welche anderen Nomaden-Jobs kennst Du? Schreibe es doch gerne unten in die Kommentare!

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  • Sehr geil!
    Danke für’s teilen Dennis! 🙏🏽

  • Sash sagt:

    ZDF?
    Zahlen, Daten, Fakten.

    Was springt rum?

    • Dennis sagt:

      Hallo Sash,
      wie gesagt erhält man bei beispielsweise time:matters airmates von Lufthansa pro Mission mindestens 150 Euro. Das heißt: Heute Abend kurz nach Madrid und morgen früh wieder zurück = 150 Euro garantiert. Hotel, Flug, Taxi wird auch alles übernommen, obgleich man natürlich, was zum Beispiel lokales Taxi angeht, erst einmal in Vorleistung treten muss.
      Wie oft man Chancen für einen Flug hat, kann ich nicht sagen. Das hängt von Standort, Konkurrenz am Standort und der Agentur selbst ab. Aber allein für den gratis Flug, lohnt es sich schon zumind. einmal registriert zu sein. Vor ein paar Tagen hatte ich zum Beispiel ein Angebot nach Hongkong. Ich habe leider derzeit noch etwas vor in Europa, sonst hätte ich diese Chance nach Asien zu gelangen sicherlich ergriffen. Und es mindert nicht gerade meine Wettbewerbsfähigkeit, wenn ich denen das Rückflugticket erspare 😉

  • Ronald sagt:

    Gibt es sowas auch für den Bahnverkehr und Autoverkehr?

    • Dennis sagt:

      Es gibt generell Kurierdienste, z.B. für Medikamente usw. Aber dann wohl eher nur per KFZ, da es ja schnell gehen muss! Deutsche Bahn…^^ Wüsste da aber jetzt nichts Konkretes. Schreibe mir gerne, wenn Du was gefunden hast 🙂

  • Ronald sagt:

    Kommt diese Arbeit auch für Leute mit Wohnsitz ausserhalb von Deutschland in Betracht?

  • Nicole sagt:

    Wie ist das mit dem Gewerbe anmelden in Deutschland um dort mitzumachen? Geht das so einfach oder gibt es dafür Voraussetzungen?

  • Johannes sagt:

    Hey Dennis hätte ein paar Fragen an dich: Was meinst du mit Visa für USA/China? Generell die Möglichkeit uneingeschränkte Ein Visa dort zu bekommen oder bereits ein Visum für das Land haben?

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