Verbrechen unserer Zeit – Plädoyer gegen den Massenmord in unserer Mitte

Ganz offiziell und gesellschaftlich toleriert wird langfristig über ein Zehntel der Menschen ermordet. Doch wie kann man dagegen argumentativ vorgehen?

Egal wie man es betitelt oder umschreibt. Mord bleibt Mord. Und deswegen nenne ich es beim Namen: Abtreibung ist Mord. Warum das so ist und warum die meisten Argumente für Abtreibungen scheinheilig sind, möchte ich in diesem Artikel versuchen zu zeigen. Auch möchte ich den Frauen, die abgetrieben haben und nun unter den oft verschwiegenen Konsequenzen leiden, eine Hoffnung geben.

Zunächst die zahlenmäßigen Fakten

Verlässt man sich auf das Statistische Bundesamt, so gab es in den letzten Jahren zwar eine sinkende Anzahl an Abtreibungen. Diese liegen aber immer noch durchweg über 10%. Eine kriminologische Indikation, also etwa eine Begründung der Abtreibung wegen Vergewaltigung, liegt hierbei aber meist immer nur in unter 1% der Fälle vor. Weltweit scheint es wohl noch schlimmer zu sein. Besonders erschreckend sind die Zahlen, wenn man bedenkt, dass es in Deutschland ein ausgebautes soziales Netz gibt und dass sich die meisten Deutschen Verhütungsmittel leisten können sollten.

Die Argumente der Abtreibungsbefürworter

Es gibt im Grunde genommen zwei große Argumentationslinien für Abtreibung. Die erste betrifft das Menschsein des Ungeborenen. Es wird argumentiert, dass das Ungeborene noch kein Mensch und schon gar keine Person ist und dass man daher nicht von Mord sprechen solle. Hierbei wird die Grenze aber von jedem individuell und willkürlich gezogen. Um Objektivität bemüht, begründen daher viele Abtreibungsbefürworter ihre Position mit Verweis den Entwicklungsstand des Ungeborenen. Dass bei etwa Föten noch Entwicklungspotential vorhanden ist, bestreitet ja niemand. Aber haben nicht auch Neugeborene noch Entwicklungspotential? Ist nicht auch die Pubertät ein wichtiger Entwicklungsschritt des Menschen? Man sieht schnell, dass auch mit Verweis auf den Entwicklungsstand die Grenze unklar bleibt und damit beliebig festgelegt werden kann. Wieso sollten bestimmte schon vorhandene Organe den Menschen definieren? Wieso sollte die Geburt den Menschen definieren? Wieso sollte die Größe den Menschen definieren? Sollten solche willkürlichen Maßstäbe genügen, um die Schwäche eines Lebewesens auszunutzen, um es los zu werden? Wieso gibt man dem Leben nicht viel mehr eine Chance sich zu entfalten?

Letztlich wird in der Abtreibungsdebatte gegen Menschen diskriminiert aufgrund von meistens folgenden Faktoren: Größe, Entwicklungsstadium bzw. Alter, Umgebung und Abhängigkeit. Während Diskriminierung und Entmenschlichung aufgrund von etwa Ethnie, Geschlecht, Herkunft, Krankheit und Behinderung mittlerweile zurecht verpönt ist, wird gegen die wehrlosen Ungeborenen weiterhin mit den oben genannten Kriterien diskriminiert. Es sind nämlich genau wie etwa bei der Hautfarbe keine sinnvollen Kriterien, an den man Menschsein oder Wert festmachen kann. Deshalb werden diese Kriterien auch nur in Bezug auf ungeborenes Leben angewendet. Und hier zeigt sich die ganze Heuchelei vieler Abtreibungsbefürworter:

Diskriminierung aufgrund des Aufenthaltsortes

Erlaubt man alle Abtreibungen vor der Geburt, dann diskriminiert man den Menschen bezüglich seiner Umgebung. Nur weil er sich im Bauch der Mutter aufhält, hat er kein Recht auf Leben. Mit derselben Absurdität könnte man auch begründen, dass alle Menschen innerhalb beispielsweise eines Fußballstadions kein Recht mehr auf Leben haben. Vielleicht lassen sich hier auch unter diversen Hooligans Befürworter dafür finden.

Keine Absurdität ist zu groß, dass es nicht Menschen gibt, die sie vertreten.

Diskriminierung aufgrund der Abhängigkeit

Manche argumentieren, dass ein Ungeborenes solange kein Lebensrecht hat, wie es noch nicht unabhängig von der Mutter leben kann. Sobald es theoretisch auch als Frühgeburt schon überleben könnte, darf es demnach nicht mehr abgetrieben werden. Dies ist aber auch sehr willkürlich. Schließlich ist auch unter den Säuglingen keiner unabhängig überlebensfähig. Wieso setzt man dann die Grenze, wie lange man seine Kinder töten darf, nicht etwa auf ein Alter von 3 Jahren? Oder wieso die Abhängigkeit nicht auch finanziell definieren? Manche geplagten Eltern füttern ihr Kind, das gefühlt bereits im 20. Semester Soziologie studiert, noch weiterhin bei sich zu Hause durch. Wieso wird hier nicht für eine postnatale Abtreibung argumentiert? Oder was ist mit Behinderten, Alten und Kranken? Diese sind häufig auch von anderen abhängig. Wieso diese nicht auch einfach töten, wenn sie zu viele Unannehmlichkeiten bedeuten? Richtig, es wäre absurd und unmenschlich!

Der Zivilisationsgrad eines Landes ist nicht an materiellem Wohlstand, Qualität der Infrastruktur oder militärischer Macht erkennbar, sondern daran, wie eine Gesellschaft mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht, mit den Alten, Kranken, Armen und auch den Ungeborenen.

~ Sebastián Piñera

Diskriminierung aufgrund des Alters

Der Gesetzgeber orientiert sich bei Abtreibungsfragen gerne an Schwangerschaftswochen. Aber auch hier lässt sich immer wieder fragen: Würde ich das, was ich über Embryonen und Föten entscheide, genauso auch über 2-jährige Kinder entscheiden. Wenn nicht, dann diskriminiere ich nach Alter – oder wie oben beschrieben nach Entwicklungspotential.

Libertäre und Abtreibung

Die zweite große Argumentationslinie betrifft die Rechte der Frau. Auch wenn hier die Rechte des Ungeborenen anerkannt werden, so werden die Rechte der Frau höher eingestuft. Die folgenden Argumentationen finden sich häufig unter Libertären, werden aber auch gerne von anderen Gruppen verwendet, die sich ansonsten jedoch nicht so sehr für Eigentumsrechte und Individualismus stark machen. Deswegen soll hier nur auf konsequente (also libertäre) Ideen eingegangen werden:

Eigentumsrechte

So wird argumentiert, dass die Frau Eigentumsrechte an ihrem eigenen Körper hat, die das Kind verletzt, weshalb dieses daher quasi aus dem Eigentum der Mutter “rausgeschmissen” werden darf. Hier ist aber die Frage, was Körper bedeutet und ob man hier nicht zu naiv in Bezug auf natürliche Gegebenheiten ist. Der Körper könnte beispielsweise definiert sein, als der Raum, den man selbst einnimmt. Dann ist aber zu beachten, dass der Körper des Kindes eben der Raum ist, den das Kind einnimmt und dieser somit nicht zur Mutter gehört. Dieser Raum, der als Körper des Kindes festgemacht wird, gehört somit dem Kind. Dem Kind dieses Eigentumsrecht abzusprechen, wäre nur möglich, wenn man es mit den oben genannten Diskriminierungen entmenschlicht. Sagt man weiterhin, dass der gesamte Inhalt des Bauches zum Körper der Mutter gehört, kann man mit derselben Argumentationslinie auch sagen, dass die Mutter dem Staat gehört, da sie ja in ihm lebt. Oder als Analogie in einer Privatrechtsgesellschaft: Dein Haus gehört mir, weil mein Grundstück Deines komplett umschließt.

Angriff

Allerdings wächst das Kind im Bauch und wird durch den Körper der Mutter ernährt, sodass man immer noch argumentieren könnte, dass das Kind ein Angriff auf die Eigentumsrechte der Mutter ist, da es “parasitär” in ihr lebt. Hier verstößt das Kind ungewollt gegen das libertäre Nicht-Aggressions-Prinzip. Außer in dem seltenen Fall von Vergewaltigungen, hat die Mutter allerdings beim Geschlechtsakt diese bekannten Folgen und auch mögliche gesundheitliche Gefahren stillschweigend akzeptiert. Und selbst im Falle einer Vergewaltigung könnte man noch entgegnen, dass es zwar hier unrechtmäßig ist, dass der Vater die Folgen ohne Rücksprache mit der Frau in Kauf genommen hat, aber dies ja gerade ein Kernaspekt des Verbrechens ist. Genau wie die zugefügten Verletzungen und Schmerzen zur Kausalität der Tat gehören, ist nun auch die 9-monatige Schwangerschaft eines der natürlichen Folgeerscheinungen, welche die Übeltat des Vergewaltigers ausmachen. Dies rechtfertigt dann aber nicht, jetzt auch noch die Rechte des Kindes zu verletzen. Wenn überhaupt jemand mit dem Leben bezahlen sollte, dann nur der Vergewaltiger.

Gesundheit

Auch wenn die Frau mögliche gesundheitliche Folgen einer Schwangerschaft in Kauf genommen hat, so sei sie dennoch dazu berechtigt, zu ihrem eigenen Schutz die Schwangerschaft abzubrechen. Diese Argumentation erstellt eine Analogie zur Selbstverteidigung, bei der es auch zum eigenen Schutz gestattet sei, einen Angreifer tödlich abzuwehren. Aber auch bei Selbstverteidigung gilt, dass man die Gefahr nur abwenden möchte und den Tod des Angreifers nur in Kauf nehmen darf. Bei der Abtreibung geht es hingegen um gezielte Tötung, wobei die gesundheitliche Gefahr für die Mutter häufig auch überschätzt wird. Aber ist die Analogie zur Selbstverteidigung überhaupt gerechtfertigt? Denn unter oben genannten Punkten, hat die Frau ja zumindest die jetzigen Konsequenzen in Kauf genommen. Eine bessere Analogie für die Abtreibung in einem solchen Fall wäre daher: Die Frau hat ein schweres Organleiden und tötet nun ein unschuldiges Kind, um dadurch an ein Spenderorgan zu gelangen. Die Mutter hat kein Recht, für ihre eigene Gesundheit ein Kind zu töten, sei es ihres oder das eines anderen.

Wahlfreiheit

Eine sehr dumme Argumentation (Englisch: Pro-Choice) besagt, dass jede Mutter einfach selbst entscheiden soll, wie sie vorgeht. Hier macht man es sich aber zu einfach, da man oben genannte Punkt einfach ausblendet und vorgibt, dass so ein guter Kompromiss für beide Seiten gefunden wäre. Dies verkennt aber genau den Punkt der Lebensschützer, dass es eben beim Schutz des Lebens und der Eigentumsrechte des Kindes keine Kompromisse geben darf. Das Pseudo-Zugeständnis, keine Abtreibungen begehen zu müssen, wenn man sie nicht mag, ist genauso sinnvoll wie: Begehe keine Vergewaltigungen, wenn Du sie nicht magst. Die Opferseite wird völlig unter den Teppich gekehrt.

Das Recht auf den eigenen Körper bedeutet nicht das Recht auf Abtreibung. Genau wie das Recht auf die Bewegung des eigenen Fingers am Abzug einer Schusswaffe nicht bedeutet, dass man auch das Recht hat, einen Mitmenschen zu erschießen.

Die oft verdrängten Konsequenzen für die Mutter

Häufig verschwiegen aber sehr real sind die Folgen einer Abtreibung auch für die Mutter. Neben den allgemeinen gesundheitlichen Gefahren durch den Eingriff bei der Abtreibung, gibt es auch das Post-Abortion-Syndrom. Demnach flüchten 36,50% nach einer Abtreibung in den Alkohol. 40,60% beginnen Drogen zu nehmen. 55,80% haben Selbstmordgedanken. 66% beenden die Beziehung zu dem Vater des Kindes. 82,30% verlieren ihr Selbstwertgefühl. 88,20% erleiden Depressionen. Und ganze 92,60% haben starke Schuldgefühle.

Wenn Du abtreiben möchtest, willst Du Dir das antun? Es gibt sicher schlimme Gründe für Deinen Wunsch nach Abtreibung, aber möchtest Du dafür Dein Kind ermorden? Es gibt Babyklappen und man kann Kinder zur Adoption freigeben. Brauchst Du vielleicht schon Hilfe während der Schwangerschaft? Dann klicke HIER!

Du hast abgetrieben?

Du hast bereits abgetrieben und fühlst Dich nun schuldig? Dazu hast Du allen Grund! Aber es gibt Hoffnung für Dich. Du musst nicht verzweifeln. Der Gott und Schöpfer allen Lebens, der auch Dein Leben und das Leben Deines Kindes geschaffen hat, dieser Gott hat auch einen Ausweg für Schuld geschaffen. Er ist in Jesus Christus Mensch geworden um uns in allen gleich zu werden. Nur hat Er niemals eigene Schuld auf sich geladen. Deswegen kann Er Deine Schuld für Dich übernehmen. Deswegen ist Er an das Kreuz gegangen. Christen wissen, dass Er dort am Kreuz ihre Schuld getragen hat. Er hat quasi die Schuld und Strafe der Christen auf sich genommen. Wenn Du an Jesus Christus glaubst und mit Deiner Schuld zu Ihm umkehrst, kannst Du daher auch Vergebung Deiner Schuld erfahren. Denn wenn der oberste Herr dieser Welt Dir vergibt, dann ist Dir absolut gültig vergeben.

Abschließendes Plädoyer

Wenn wir es zulassen, ja sogar befürworten, dass jährlich knapp 100.000 der Unschuldigsten der Unschuldigen und der Wehrlosesten der Wehrlosen von ihrer eigenen Familie umgebracht werden, noch bevor sie das erste Mal Licht erblickt haben, dann ist unsere Gesellschaft krank. Dann haben wir auch nichts aus unserer Vergangenheit gelernt. Dann ist es absolut gerecht, wenn unsere Gesellschaft zu Grun­de ge­ht. Leute, redet es nicht mehr schön. Es ist kein “Schwangerschaftsabbruch”, sondern Mord, 100.000-facher Massenmord! Es ist Zeit, dass wir umkehren und das Leben wieder schätzen und schützen sowie Mord bestrafen.

Kommst Du auch auf den nächsten Marsch für das Leben in Berlin? Oder möchtest Du vielleicht Deine Geschichte mit uns teilen? Dann schreibe gerne unten einen Kommentar!

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4 Antworten

  1. Horst Schumacher sagt:

    Da wird immer wieder gegen die Entscheidung der Eltern argumentiert, das Kind lieber nicht auf die Welt kommen zu lassen, anstatt sich einmal intensiv Gedanken darüber zu machen, dass auch das geborene Kind menschenwürdig aufwachsen sollte, was leider aus ganz verschiedenen Gründen nicht immer so stattfindet, wie es sein sollte. Über das menschenwürdige Aufwachsen der Kinder wird sich leider viel zu wenig Gedanken gemacht!

    • Dennis sagt:

      Hallo Horst,

      Menschenwürde schön und gut. Aber merkst Du, wie Du hier gerade argumentierst? Du rechtfertigst Mord. Das Kind IST schon auf der Welt, nur eben noch im Bauch. Entsprechend dieser Argumentation könnten wir ja auch eine Atombombe irgendwo in Afrika abwerfen, denn dort leben die ja teilweise auch menschenunwürdig und in Armut. Millionen Tote in Afrika oder Millionen Tote in Deutschland, wo ist der Unterschied?

      Dennis

      • Horst Schumacher sagt:

        Das ist eben die große Frage, ob der Schwagerschaftsabbruch tatsächlich Mord ist. Ob nicht die Näherinnen in Bangladesh einem schleichen Mord ausgesetzt sind, wenn man sich die zum Teil katastrofalen Arbeitsbedingungen anschaut.

        • Dennis sagt:

          Was ist daran eine große Frage? Babies leben. Nach der Abtreibung sind sie tot. Ursächlich ist die Abtreibung. Ergo sind Abtreibungen Mord.

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