Das Ende von Facebook? – Mit Posten und Liken Geld verdienen

Ist dies vielleicht das nächste Facebook?

Ist dies vielleicht das nächste Facebook?

Mit Posts und Likes Geld verdienen? Facebook ohne Filterblase und Zensur? Das hört sich zu schön an, um wahr zu sein? Vielleicht ist es schon bald Realität!

Wer erinnert sich noch an diese Tage? Es gab nur E-Mail und die Nerds haben sich in Chats wie IRC versammelt. Vielleicht war man auch in dem ein oder anderen Forum aktiv. Später kamen dann noch Messenger-Programme wie ICQ und MSN hinzu. Und die ersten coolen Leute hatten dann irgendwann einmal einen MySpace-Account. In Deutschland waren zu derzeit eher die Schüler und StudentenVZ Communities im Trend. Ich erinnere mich noch genau, wo ich zum ersten Mal von Facebook gehört habe. Ich war zu der Zeit in den USA und 2 Jahre später hatte dann auch in Deutschland jeder ein Facebook-Profil. Seither ist Facebook aus der Social Media Welt nicht mehr wegzudenken. Was soll dagegen noch ankommen?

Ist Facebook bloß unfähig oder äußerst raffiniert?

Dabei regt mich Facebook regelmäßig auf. Ständig werden auf meinen verschiedenen Geräten unterschiedliche Benachrichtigungsstände angezeigt. So werde ich beispielsweise auf meinem Laptop noch über private Messenger-Nachrichten und Gruppen-Benachrichtigungen informiert, die ich schon vor einem Tag auf meinem Handy angeschaut und somit „gelesen“ habe. Oder auf meiner Facebook-Seite vom Liberated.blog wird seit Wochen eine private Nachricht eines Abonnenten als „neu“ angezeigt, obwohl ich diese natürlich schon lange beantwortet habe. Sie geht einfach nicht weg. Für ein mehrere Milliarden Dollar Unternehmen sollte es eigentlich möglich sein, eine gescheite Server-Infrastruktur aufzubauen. So dachte ich es mir zumindest immer. Ein Freund hat neulich eine viel bessere Erklärung für diese Phänomene geäußert. Er vermutet, dass Facebook dies absichtlich macht, um uns Nutzer häufiger zu sich zu locken. Schließlich verdient Facebook mit jeder Minute unserer Aufmerksamkeit Geld. Und natürlich ebenfalls mit unserem Content und unseren privaten Daten.

Wie das Monopol gebrochen werden kann

Eine neue Erfindung hat jedoch das Potential Facebook, Twitter und YouTube den Rang abzulaufen. Dabei handelt es sich um Steem, einer Art Kryptowährung, welche die Blockchain-Technologie mit Social Media verknüpft. Daraus entsteht ein Hybrid aus Facebook und Bitcoin. Und genau wie Bitcoin womöglich bald das Finanzwesen auseinandernehmen wird, so könnte Steem auch das Web 2.0 auf die nächste Stufe heben. Manch einer wird sich nun fragen: „Ja, es gibt sicherlich Nachteile auf Facebook und auch eine zunehmende (Gefahr von) Zensur – Heiko Maas lässt grüßen. Aber wieso sollten große Mengen an Nutzer auf einmal vom etablierten Facebook abwandern?“ Die Antwort ist: Eine Kombination aus monetären Anreizen und freiem Markt. So ist es beispielsweise bei Steem so, dass man mit eigenen Beiträgen Geld in der Steem-Kryptowährung verdienen kann. Dies lässt sich dann entweder auszahlen, etwa in US-Dollar oder Bitcoin, oder man wandelt es in sogenannte Steem-Power um, was einem mehr Einfluss in der Steem-Community ermöglicht. So kann man nämlich auch Beiträge von anderen Leuten, wie schon bei Facebook durch Likes und Shares, bewerben. Wer hier mehr Steem-Power hat, dessen Empfehlungen werden gewichtiger kalkuliert. Ein weiterer Vorteil hier ist, dass man dadurch noch einmal abkassieren kann. Bewerbe ich zum Beispiel frühzeitig einen Beitrag, der danach erfolgreich oder gar viral wird, so kann ich bei dessen Erfolg ebenfalls mitverdienen. So verdienen nicht nur die Autoren von Content, sondern auch ihre sogenannten Kuratoren. Es ist somit eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Der Autor erstellt einen Wert und verdient damit Geld. Der Markt erkennt den Wert und verbreitet ihn und verdient damit Geld. Die letztlichen Konsumenten, also die vielen Leser des Postings, erfreuen sich über gute und durch den freien Markt auf Qualität überprüfte Inhalte. Diese qualitativen Inhalte sind ein weiterer voraussichtlicher Erfolgsfaktor von Steem. Wenn Du also mit Steem Geld verdienen kannst und die selben Vorteile wie bei Facebook genießt, würdest Du langfristig logischerweise Steem bevorzugen. Somit wird Facebook auf Dauer obsolet.

Die Vorteile von Steem

So gehen nicht mehr nur die süßen aber sinnlosen Katzenvideos in unserer Filterblase viral, weil diese uns laut Facebook-Algorithmus möglichst lange auf der Seite verweilen lassen, sondern wirklich Mehrwert stiftender Inhalt wird gefördert. Es verdient nicht mehr nur Mark Zuckerberg und die Facebook-Shareholdern, sondern alle Beteiligten, die gute Werte erzeugen. Spam und Trolling wird vermieden und gute Autoren werden honoriert. Aber auch solche Menschen, die mehr journalistisch als kreativ unterwegs sind und einen guten Riecher für interessante Beiträge haben, werden für ihr Wirken als Kuratoren honoriert. Eine Zensur findet nicht statt, da alle Beiträge in der Blockchain gespeichert werden, denn wie auch bei Bitcoin ist die Blockchain dezentral und kann somit nicht unrechtmäßig manipuliert werden. Zugegeben, derzeit steckt alles noch in den Kinderschuhen und auch Steemit, das erste Social Media Portal für Steem, lässt noch an Funktionen zu wünschen übrig. Auf Dauer sollte alles jedoch besser werden und auch mehr Konkurrenz entstehen. Denn, wenn Steemit als Plattform nicht mehr überzeugt oder anfängt schlecht zu filtern bzw. zu zensieren, so können ganz einfach neue Seiten erstellt werden, die als Portale an der unmanipulierbaren Steem-Blockchain „andocken“. Theoretisch muss man noch nicht einmal Geld in die Hand nehmen, um bei Steem mit verdienen zu können. Ein paar gute neue Beiträge bringen hier ebenso erste Einnahmen in der Steem-Währung ein.

Die Nachteile von Steem

Um den ganzen neuen Content der Nutzer honorieren zu können, ist die Steem-Kryptowährung im Gegensatz zu Bitcoin inflationär ausgelegt. Hierbei ist aber zu bedenken, dass Steem weniger ein finanzielles Investment sein soll wie Bitcoin als eher ein Konkurrent für unfreie Medien und Social Media Seiten. Der Einfluss, welcher durch Steem-Power erlangt wird, ist hier wohl wichtiger als die monetären Aspekte. Wer jetzt einsteigt, hat als Pionier noch gute Möglichkeiten, der nächste Rupert Murdoch zu werden.

Einen unvermeidlichen Nachteil hat diese neue Technologie aber trotzdem. Denn egal, was man einmal in die Steem-Blockchain gepostet hat, wird tatsächlich nie wieder gelöscht. Die Tatsache, dass das Internet nichts vergisst, bekommt hier noch einmal eine besondere Bedeutung. Während ich bei Facebook einmal im Monat meine Pinnwand von meinen ganzen Eskapaden und dummen Bemerkungen säubern kann und dann zumindest niemand außer Mark Zuckerberg und die CIA mehr Zugriff auf meine Beiträge hat, so ist die Blockchain für alle immer einsehbar. Auch gibt es keine Privatsphären-Einstellungen. Jeder, egal ob Freund oder Stalker, kann meine Beiträge in der Blockchain nachvollziehen.

Fazit

Ich denke, es wird sich bei den sozialen Medien genauso verhalten wie beim Geld. Auf lange Sicht wird sich die Blockchain-Technologie durchsetzen. Ob nun Bitcoin, Ethereum oder etwas ganz anderes die zukünftige Weltwährung wird, kann ich nicht sagen. Auch kann ich nicht voraussagen, ob Steem oder eine künftige ähnliche Community Facebook ablösen wird. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es bestimmt geschehen wird, denn die Vorteile überwiegen. Achja, bevor ich es noch vergesse: Liberated.blog ist auch schon bei Steemit vertreten. Also liken nicht vergessen!

Bist Du auch schon bei Steemit? Was meinst Du, wird Steemit Facebook ablösen? Wie lange könnte das noch dauern? Poste doch gerne Deine Erfahrungen mit Steem unten im Kommentarbereich.

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  • Chris Wei sagt:

    Bleibt abzuwarten. Warum benutzen aie ihre eigene Währung? Nach dem was ich sonst noch so gelesen habe bin ich absolut noch nicht überzeugt. Gut ist, dass Steemit nicht als einzige Steem verwenden.
    Und außerdem… unlöschbare Kommentare… Ob das bei unserer schlauen und vorsichtigen Masse konsensfähig ist? 😀

  • […] im System am meisten entlohnt werden sollen. Allein schon aus diesen monetären Anreizen wird sich meiner Meinung nach Steem (oder vielleicht auch eine andere ähnliche Kryptowährung) mittelfristig gegen alle […]

  • Tom Wolf sagt:

    Ist die Anmeldung bei Steemit, als der Account kostenlos?

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