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Liberated Life

An alle angehenden Nomaden – Hier ist mein Mutmacher für Euch

Wie ich 2016 ohne große Rücklagen in ein Leben der Freiheit gewechselt bin und wie Du das ganz gewiss auch kannst…

Mutmacher für angehende digitale Nomaden, Frau in roter Hängematte über Großstadt
Without residence

Oft schreiben mich alte Bekannte in Facebook an, die anhand meiner privaten Fotos auf meiner Timeline offensichtlich mitbekommen haben, dass ich alle paar Wochen von einem anderen Ort der Welt schreibe. Sie fragen mich ganz ungläubig und doch sehr neugierig, ob ich im Lotto gewonnen hätte.


Nein, das habe ich sicherlich nicht. Tatsächlich komme ich mit viel weniger Geld aus als damals in Deutschland in meiner Studentenzeit. Und ja, ich hatte die ersten Monate etwas Bange, ob das alles so wird, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber nun, nach einem dreiviertel Jahr, kann ich beruhigt sagen, dass alles halb so wild ist. Ja, ich möchte Dir Unentschlossenen Mut machen. Brech aus dem Hamsterrad aus! Es ist einfacher als Du denkst.


Harte Fakten: Geld und Kosten


Aber jetzt mal zu den harten Fakten: Wie klappt das finanziell? Schauen wir uns dazu mal einen Vergleich von einer typischen deutschen Stadt mit einer Megametropole in beispielsweise Südostasien an. Dazu habe ich einmal den Preisvergleichsdienst Numbeo zu Rate gezogen und dort meinen ehemaligen Studienort Gießen sowie Bangkok als Vergleichswert eingegeben.


Hierbei sei erwähnt, dass Gießen trotz eines sehr hohen Anteils an Studenten ein eher langweiliger Ort ist, wobei einem in der Weltmetropole Bangkok nichts fehlt. Selbst ein guter Strand ist dort in Reichweite. Zu dem Verfassungszeitpunkt dieses Artikels spuckt mir Numbeo Vergleichszahlen aus, nach denen Bangkok in den meisten Lebensbereichen über die Hälfte billiger ist als Gießen.


Eine wichtige Kennzahl ist hierbei immer durchschnittliche Nettolohn einer Stadt. Denn hieran lässt sich ablesen, wieviel man verdienen muss um wie ein normaler Bürger dieser Stadt leben zu können. So lebt der durchschnittliche Gießener von 2066 EUR während das Durchschnittseinkommen in Bangkok nur 598 beträgt. Als neuer Nomade hat man ja noch nicht so hohe Ansprüche, weshalb man hier noch einmal ordentlich etwas abziehen kann. Aber um ein Preisgefühl zu bekommen, ist diese Information schon einmal sehr wertvoll.


Es heißt konkret: Wenn ich im Monat nur 600 Euro verdiene, kann ich in Bangkok ungefähr so gut leben wie jemand mit 2000 Euro in Gießen. Natürlich hat in Bangkok nicht alles deutsche Standards, aber es ist auch kein Slum. Man lebt sehr gut in Bangkok. Was das Materielle angeht, lebt man dort sicherlich sogar besser als in Gießen. Aber hier sei auch erwähnt, dass Bangkok nicht gerade der billigste Ort in Südostasien ist. Wer es darauf anlegt, kann dort noch viel günstiger leben.


Angenommen Du bist gewillt am Anfang Deines Nomadentums richtig Gas zu geben und arbeitest wie zu Hause in Deutschland eine normale 40-Stunden-Woche. Dies wären dann etwa 160 Stunden im Monat. Bei 600 Euro zu erzielendes Einkommen sind das unter 4 Euro Stundenlohn.


Geoarbitrage heißt das Zauberwort


Aber man muss ja in Bangkok nicht arbeiten, sondern Ziel des Digitalen Nomaden ist es ja, nur mit Laptop im Gepäck über das Internet Geld zu verdienen. Und ganz ehrlich, welcher Deutsche sollte es nicht schaffen, 4 Euro die Stunde zu verdienen? Klar, die Konkurrenz auf Online-Jobbörsen (siehe hierzu die Liberated.blog Links & Tools) ist groß.


Aber Dein großer Vorteil gegenüber den Indern und Mexikanern ist, dass Du durch Deine Ausbildung und aufgrund der kulturellen und sprachlichen Nähe viel eher einen Job aus Deinem Heimatland abgreifen kannst. Und Du musst noch nicht einmal der Computer-Nerd sein. Häufig reicht es schon, wenn Du Excel oder eine Suchmaschine bedienen kannst, um etwa Recherche- oder Dateneingabe-Jobs zu erledigen.


Und wenn Du sowieso schon auf Facebook und co. unterwegs bist, bietet sich vielleicht auch ein Dienst als Social-Media-Verwalter an. Und nur weil Du in Deutschland hier keinen Job bekommen würdest, heißt das nicht, dass Du nicht doch aus Thailand für nur 4 Euro Stundenlohn doch so einen Job in Deutschland ergattern kannst. Das hohe Lohnniveau in Deutschland hält natürlich viele Unternehmer davon ab, solche Jobs anzubieten.


Wenn sie für so wenig Mehrkosten die Verwaltung ihrer kompletten Sozialen Medien an Dich auslagern können, sind sicherlich mehr Unternehmer dazu bereit. Hier erfährst Du noch mehr Ideen, wie Du ortsunabhängig Geld verdienen kannst. Das weltweiten Preisgefälle nennt sich Geoarbitrage. Und Du kannst es zu Deinem Vorteil nutzen!


Überleben allein aus Krypto-Rendite


Ich selbst bin Software-Entwickler und arbeite auch für Kunden in Europa. Dabei verdient man natürlich mehr. Theoretisch müsste ich nur einmal kurz pro Woche arbeiten. Aufträge habe ich auch genug. Allerdings erwarten meine Kunden eine gescheite Rechnung, weshalb ich derzeit noch ein Unternehmen gründe, um diese Rechnungen ausstellen zu können.


Bisher habe ich also das verdiente Geld noch nicht auf meinem Konto erhalten, sondern besitze es nur auf dem Papier. Um es klar zu sagen: Ich habe seit Dezember noch kein aus eigener Arbeit verdientes Geld erhalten. Aber wie gesagt: Das Leben als Nomade ist leicht und man überlebt ziemlich einfach.


Meine Lösung für die ersten Monate waren Kryptowährungen. Um zu verdeutlichen, wieviel man mit Kryptowährungen in der Zeit verdienen konnte, nehmen wir nur einmal die gesamte Marktkapitalisierung und schauen uns das Wachstum an. 2016-2017 Jahr ist der Krypto-Markt im Durchschnitt jeden Monat um 25% gestiegen. Wie gesagt, der Markt an sich und nicht die High-Performer unter den Krypto-Währungen!


Wenn man also in den Markt gestreut investiert und noch nicht einmal tradet, kann man sich jeden Monat über eine Rendite von 25% freuen. Um durch Krypto-Rendite die besagten 600 Euro monatliches Einkommen zu erreichen, bedarf es also nur einer Investition von etwa 2600 Euro. Sagen wir 3000 Euro um auch mal einen schlechten Monat abfedern zu können.


Wer in Deutschland etwas sparsam lebt und fleißig arbeitet, hat diese Summe innerhalb weniger Monate auf der hohen Kante. Wenn Du also 3000 Euro Startkapital hast, steht einem Nomadenleben in Zeiten des Aufschwungs nichts mehr im Wege. Beachte, dass Du bei diesem Beispiel gar nicht mehr arbeiten musst.


Du hast also 100% Freizeit bzw. kannst die Zeit nutzen um ein eigenes Online-Business aufzubauen, falls irgendwann einmal nicht mehr so viel Rendite abfällt. Du siehst, es gibt immer Wege. Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.


Interessante Nische?


Hier noch eine kleine Anekdote, die vielleicht auch veranschaulichen kann, was alles möglich ist: Als ich letztes Jahr am Frankfurter Flughafen mein Leben als Nomade antreten wollte, habe ich mich im Terminal noch mit einem obdachlosen Flaschensammler unterhalten. Dieser hat natürlich kurz vor der Sicherhheitskontrolle eine gute Ausbeute an Pfandflaschen gemacht.


Dank seiner guten Kontakte zu dem Sicherheitspersonal, hatte er auch ein kleines Monopol an den "Ausleer-Rechten" am dortigen Müll. Er berichtete mir, wie er immer ein paar Monate in Deutschland Flaschen sammelt (und zwar sehr engagiert und wahrscheinlich nicht nur 40 Stunden pro Woche) und von dem Verdienst den Rest des Jahres in günstigen Ländern wie Thailand lebt. Es ist sicherlich nicht der schönste Job, aber auch er hat erfolgreich seine Nische gefunden.


Jetzt bist Du dran


Ich hoffe ich konnte Dir Mut machen. Falls Du nun auch konkrete Schritte einleiten willst, um möglichst bald aus dem System auszusteigen, habe ich Dir hier eine Checkliste erstellt. Wenn Dich jedoch noch Sorgen plagen, dann schau Dich einfach weiter hier auf dem Liberated.blog um. Vielleicht kann Dir auch eine individuelle Beratung weiterhelfen. Fang jetzt an!


Welche Sorgen und Ängste beschäftigen Dich noch? Konnte ich Dich motivieren? Wann möchtest Du den Schritt in die Freiheit wagen? Oder bist Du vielleicht schon ausgestiegen und kannst uns Deine besten Tipps verraten? Schreibe doch gerne unten einen Kommentar.


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