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Liberated Life

10 Gründe für und 10 gegen Deutschland

Viele Leute wundern sich, warum wir uns dazu entschieden haben, als Dauer-Reisende Deutschland zu verlassen. Hier hat Dennis einmal die wichtigsten Gründe zusammengefasst.

Deutschlandflagge
Wenn man viel in der Welt herumkommt, gibt es Einiges, was man an Deutschland neu zu schätzen lernt. Daher haben wir auch ein paar Dinge zusammengetragen, die wir mittlerweile an Deutschland vermissen. Also zunächst einmal das Gute:

Gründe für Deutschland

1. Sauberkeit


Klar, auch Deutschland hat verdreckte Bahnhöfe. Aber selbst dort kann man sich fast überall hinsetzen. Das ist nicht selbstverständlich.


2. Döner


Es gibt einfach keine bessere Mahlzeit als so einen richtigen, vollgepackten Döner. Was es im Ausland an Dürüm und Shawarma gibt, ist damit nicht zu vergleichen!


3. Qualitätswaren


Okay, in Deutschland gibt es auch viele Billig-Waren, aber trotzdem scheint die deutsche Qualitätskontrolle in der Regel gut zu funktionieren. Meistens erhält man in den Geschäften gute Produkte.


In anderen Ländern ist das nicht selbstverständlich. Im Ausland hat man häufiger beispielsweise mal den Griff der Waschmaschine oder des Fensters in der Hand. Auch in höherpreisigen Immobilien.


4. Deutsche Handwerkskunst


Auch die Häuser und Inneneinrichtungen sind im Ausland nicht immer so perfekt wie in Deutschland. So werden teilweise ganze Städte billig und schnell hochgezogen, aber nach 20 Jahren zerfallen die Häuser, so dass etwa überall Regenwasser hineingelangt.


Auch viele Abflussrohre existieren mitunter gar nicht. Deutsche Präzision ist eine Sache, die man im Ausland schnell mal vermisst.


5. Müll


Wie sehr wir auch den deutschen Mülltrennwahn verabscheuen (kommt ja häufig doch sowieso wieder alles in die selbe Müllverbrennungsanlage), so gibt es in Deutschland wenigstens eine Müllabfuhr.


In manchen anderen Ländern wird der Müll bestenfalls auf offener Straße verbrannt, sodass man nur noch mit tränenden Augen durch die Gegend laufen kann oder er bleibt einfach liegen und wird durch den nächsten Regen schon irgendwie in die Kanalisation gespült.


Natürlich gibt es auch noch viel geleckter aussehende Länder als Deutschland - so zum Beispiel Singapur.


6. Qualitätsbewusstsein


Nicht nur gibt es im Ausland häufig schlechte Waren, nein auch das Anforderungsbewusstsein scheint bei vielen (auch wohlhabenden) Menschen zu fehlen. Es sind hier häufig die Kleinigkeiten im Alltag, die den Unterschied ausmachen.


So hatten wir schon eigentlich sehr gute, moderne Unterkünfte, wo aber das Türschloss selbst mit viel Anstrengung kaum zu öffnen war. In Deutschland haben wir sowas nur beispielsweise bei alten, billigen und verrosteten Fahrradschlössern erlebt. Wieso muss man sich den Alltag so erschweren?

Gründe gegen Deutschland

Allerdings gibt es auch viele Dinge, die uns in Deutschland ärgern. Sicherlich ist es in vielen anderen Ländern nicht besser. Dennoch möchten wir mal einiges nennen, was wir außerhalb Deutschlands lieber mögen:


7. Gutes Wetter


Es wird wohl niemand verleugnen, dass es in den meisten anderen Ländern, meist besseres Wetter gibt als in Deutschland.


8. Günstiges (Über-)Leben


Da wir ein Business aufbauen und in der ersten Zeit hauptsächlich von unserem Ersparten leben, erwogen wir es als sinnvoll, uns hauptsächlich an günstigen Orten aufzuhalten. Deutschland ist ja im internationalen Vergleich doch recht teuer.


9. Wirtschaftliche Freiheit


In anderen Ländern wird man als Unternehmer nicht so gegängelt wie in Deutschland. Es gibt viele Jurisdiktionen weltweit, in dem das Unternehmerleben aufgrund von geringeren oder gar keinen Steuern und minimaler Bürokratie vereinfacht wird. 


Deutschland macht unseres Erachtens unternehmerisch nur Sinn, wenn man von Standortfaktoren abhängig ist oder staatliche Subventionen abkassieren möchte.


10. Andere Denkweisen


Uns interessiert, wie man außerhalb des Westens denkt. Wir sind sehr euro-zentrisch geprägt und sind gespannt darauf, wie sich andere Kulturen entwickelt haben. Wir haben das Gefühl, uns beeilen zu müssen, da durch die Globalisierung immer mehr vereinheitlicht wird.


11. Mediale Desinformation


Wir sind die Lügen- und Lücken-Berichterstattung leid. Wenn wir uns ausländische Medien anschauen, erfahren wir häufig genau das Gegenteil von dem, was man in unseren Medien erzählt. Und das im Informationszeitalter! Es wird geheuchelt, es wird gelogen, es wird verbogen und es wird zensiert.


Manchmal fragen wir uns, ob das früher auch schon so schlimm war oder ob wir jetzt mit dem Erwachsenwerden und nach Entlassung aus der staatlich-schulischen Indoktrinierung das Ganze überhaupt erstmals richtig reflektieren können. Jedenfalls stellen wir uns so eher das damalige Leben in der DDR vor. 


Die größte Frechheit ist hier allerdings, dass wir dafür auch noch zahlen müssen (GEZ lässt grüßen). Da fragen wir uns manchmal: Wenn in Themen, in denen wir uns einigermaßen auskennen, schon "so schlecht recherchiert" wird, wie dann in Themen, in denen wir uns nicht auskennen?


12. Sozialismus


Viele werden uns hierfür jetzt hassen, aber der Ökonom Roland Baader hatte Recht, als er bereits 2005 schrieb:

Stellen wir einmal Deutschland vor diesen Hintergrund und betrachten es mit “kapitalistischen Augen”.


Wir erkennen ein Land mit einem staatlichen (sprich: sozialistischen) Rentensystem, mit einem staatlichen Gesundheitswesen, einem staatlichen Bildungswesen, mit staatlich und gewerkschaftlich gefesselten Arbeitsmärkten, einem konfiskatorischen Steuersystem, einer Staatsquote am Sozialprodukt von 50%, mit einem erheblich regulierten Wohnungsmarkt, einem massiv subventionierten und regulierten Agrarsektor und einer in ein kompliziertes Geflecht zwischen Markt und Staat eingebundenen Energiewirtschaft, mit mindestens hunderttausend Betrieben in “kommunalem Eigentum” ( = Camouflage-Wort für Verstaatlichung) und einem staatlichen Papiergeldmonopol, ja sogar mit einem Staatsfernsehen samt Zwangsgebühren. 


Wir erkennen ein Land, in dem fast 40% der Bevölkerung ganz oder überwiegend von Staatsleistungen lebt und in welchem das gesamte Leben der Bürger von staatlichen Regelungen überwuchert ist. Wer diesen 80%-Sozialismus als Kapitalismus bezeichnet, muss mit ideologischer Blindheit geschlagen sein. ​


Wer gar von Turbo- oder Raubtierkapitalismus redet, den muss der Verstand ganz verlassen haben (oder die panische Angst vor dem Machtverlust zu verbalen Veitstänzen getrieben haben).


Kein Kapitalismus


Wir haben es also bei dem, was hierzulande (und auch in anderen Ländern) als Kapitalismus bezeichnet wird, in Wirklichkeit mit einem staatsverkrüppelten Rumpfkapitalismus und mit einem vom Sozialismus durchseuchten Schein-Kapitalismus zu tun.


Walter Eucken, der Vater des (echten) Neoliberalismus, hat schon in den 50er Jahren von einem “staatlich versumpften Kapitalismus” gesprochen und die permanente Gleichsetzung dieser Karikatur mit “dem Kapitalismus” als die wirksamste Waffe der Antikapitalisten ausgemacht. Man sollte das deutsche Modell also realistischer als Sozialismus mit kapitalistischem Hilfsmotor bezeichnen.


Erstaunlicherweise vollbringt dieser Hilfsmotor seit mindestens sechzig Jahren das Kunststück, den sozialistischen Schrottkarren voranzutreiben. Erst jetzt scheint ihm vom Übergewicht des maroden Gefährts allmählich die Puste auszugehen.


Natürlich sind wir uns dessen bewusst, dass es in den meisten Ländern nicht sonderlich besser ist. Aber es gibt hier und da noch ein paar Oasen mit einigermaßen Freiheit und Marktwirtschaft.


13. Steuern


Die Steuern in Deutschland sind undurchsichtig und die Abgabenlast zu hoch. Manche meinen sogar, dass sie real bei 70% liegt und die reine Steuerlast über 50%.


14. (Un-)Rechtssystem


Wieso laufen Mörder in Deutschland frei herum oder kriegen nur minimale Haftstrafen - teilweise mit Bewährung und Freigang (Hallo?? Urlaub vom Gefängnis!?). Aber wehe mir, wenn ich eine kritische Meinung öffentlich im Internet verbreite oder sonst irgendetwas Unliebsames sage. Da lauern schon mal lange Haftstrafen.


Die Politik bemüht sich, die sozialen Netzwerke - wohl zwecks Gleichschaltung - zubereinigen. Wieso werden offensichtliche Täter von Gewaltverbrechen einfach wieder auf freien Fuß gesetzt? Will man ihnen das Untertauchen ermöglichen?


15. Falsche Erinnerungskultur


Deutschland scheint sich selbst zu hassen. Es mag wohl in einem gewissen Maße berechtigt sein, ein gesundes Geschichtsbewusstsein zu pflegen. Ich bin jedoch 1989 geboren. Für alles, was davor geschah, übernehme ich keine vergangenheitsbezogene Verantwortung.


Genauso wenig der Rest meiner Generation und der noch Folgenden. Ich habe in meinem Leben schon genug Schuld auf mich geladen, da muss und kann ich auch nicht noch die Schuld meiner Vorfahren übernehmen.


16. Heuchelei


Meiner Generation werden von klein auf immer wieder die Schrecken des Holocausts vor Augen gemalt um uns zu lehren, dass wir alle eine Verantwortung dafür haben, dass dies nicht zukünftig wieder passiert. Das ist soweit richtig, denn ich persönlich finde den Holocaust auch furchtbar. Aber wenn ich die moralische Belehrung von Euch (Gesellschaft, Staat, Evangelische Kirche Deutschlands und Medien) höre, kann ich sie nicht mehr ernst nehmen, da sie geheuchelt ist.


In einem Land, wo jedes Jahr über 100.000 der Unschuldigsten der Unschuldigen und der Wehrlosesten der Wehrlosen von ihrer eigenen Familie umgebracht werden, noch bevor sie das erste Mal Licht erblickt haben, und in einem Land, in dem dies von der Politik unterstützt wird und von der Gesellschaft toleriert, in so einem Land kann ich all diese Moralkeulen und Nazi-Vergleiche nicht ernst nehmen.


Tut mir leid: Nicht von Euch! Beendet erst einmal Euren eigenen Baby-Holocaust (betrifft über 10% aller Schwangerschaften), bevor Ihr mich moralisch belehren möchtet.


Scheinheiligkeit


Und auch Eure scheinheiligen Gegendemos mit hunderten Teilnehmern, wenn irgendwo 5 NPD-Heinis demonstrieren, kann ich nicht ernst nehmen. Bravo, es ist ja wirklich sehr mutig von Euch! Damit habt ihr Deutschland sicherlich vor einem 4. Reich bewahrt.


Wenn Euch aber wirklich etwas an Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit liegen würde, dann würdet ihr vielleicht mal gegen die neue SA, die sogenannten "Antifa" (diesmal nicht in braun, sondern in rot und schwarz), auf die Straße gehen, die über 70 Jahre danach wieder (mit staatlicher Finanzierung) dafür sorgt, dass oppositionelle Politiker und Systemkritiker um ihr Leben, das ihrer Familie und ihren Besitz fürchten müssen.


17. Kriegstreiberei


Und über 70 Jahre danach werden wieder fleißig Länder zerbombt (oder dabei geholfen) und es wird gegen internationale Verträge Russland immer mehr auf die Pelle gerückt und ein neuer Kalter (oder vielleicht auch bald heißer?) Krieg heraufbeschworen. Und da dann natürlich auch einige Kriegsflüchtlinge zu uns kommen, wird das Ganze ausgenutzt um dann noch gleich gegen geltendes Recht eine Unzahl an kulturfremden und für unseren Arbeitsmarkt kaum tauglichen Wirtschaftsflüchtlinge sowie Islamisten ins Land zu lassen.


Wäre ja in einer Marktwirtschaft alles nur halb so schlimm, aber in unserem Sozialismus wird hier einfach die arbeitende Bevölkerung zur Finanzierung des Ganzen noch mehr bestohlen als das sowieso schon der Fall ist. Ich habe in Deutschland viel mit Flüchtlingen zu tun gehabt. Niemand kann mir erzählen, dass die Mehrheit von ihnen aus Syrien oder anderen Kriegsgebieten kommt.


Bei diesen ganzen Experimenten wurde ich lieber selbst zum Flüchtling und schaue, dass ich mir ein zweites Standbein irgendwo anders aufbaue. Und ich bin hier nicht alleine. 2015 sind knapp eine Million Menschen aus Deutschland ausgewandert. 2016 sicherlich noch mehr. Insbesondere die Wohlhabenden fliehen - mittlerweile sogar aus ganz Europa.


18. Bürokratie


In Deutschland herrschen nicht nur Sozialismus und hohe Steuern, nein auch die Bürokratie macht einem das Leben schwer - besonders als Unternehmer. Wir würden in Deutschland wahrscheinlich als Unternehmer nicht über Los gehen, sondern direkt ins Gefängnis wandern. Denn wir wüssten noch nicht einmal, über welche bürokratischen Hürden wir überall drüber springen müssten.


Auch blicken wir bei den unzähligen Gesetzen und Verordnungen nicht durch und wir wollen es auch gar nicht! Wer weiß, vielleicht würden wir noch der Scheinselbstständigkeit bezichtigt werden, weil wir als Freelancer anfangs nur wenige Kunden hatten.


So etwas tuen wir uns lieber nicht an. So etwas kann man sich antun, wenn man eine große Firma leitet und Geld für ein Heer von Steuerberatern und Anwälten übrig hat, aber kaum als Start-up!


19. Anti-Freiheitliche Mentalität


Wer in Deutschland noch Kapitalist ist, wird schief angeguckt. Man wird dann schnell als unsozialer Unmensch abgestempelt, ohne dass es zu einem richtigen Austausch der Argumente kommt. Oder auch sonst, wenn man eine unliebsame Meinung vertritt, werden häufig schnell die oben genannten Keulen ausgepackt.


20. Gottlosigkeit


Ja, ich bin noch einer der wenigen verbliebenen Christen aus Deutschland. Davon gibt es in Deutschland prozentual weniger als im Iran. Nein, ich meine nicht diese Karteileichen, die nach der Geburt (wenn es aufgrund oben genannter Tatsachen überhaupt erst soweit kommt) getauft wurden und dann erst wieder bei ihrer Beerdigung ein kirchliches Grundstück betreten.


Ich bin meinerseits erst mit 20 Jahren Christ geworden und habe während meiner gesamten Schulzeit keine bekennenden Christen getroffen. Deutschland ist ein durch und durch gottloses Land. Den Baby-Holocaust habe ich ja bereits erwähnt: Und wenn dann echte Christen sich aufmachen, um einmal im Jahr in Berlin dagegen zu demonstrieren, fällt ihnen die angeblich evangelische Landeskirche in den Rücken.


Man sieht also: Nicht einmal mehr die vorgeblich offiziellen Vertreter der Christenheit vertreten christliche Werte. Du bist noch in einer solchen Kirche und glaubst an Jesus? Trete aus! Du glaubst nicht an Jesus? Trete auch aus! Ich bin mittlerweile katholisch. Fakt ist aber, dass die überwältigende Mehrheit aller Christen auf diesem Erdball sich eher mit meiner Richtung als mit den liberalen deutschen Großkirchen identifizieren würden, die mit dem historischen Christentum rein gar nichts mehr zu tun haben.


In Deutschland empfinden viele gegenüber bekennenden Christen nur noch Herablassung, Verachtung oder eine unbegründete Angst. Dabei war es die Christenheit, die unsere Zivilisation aufgebaut hat und es ist die christliche Weltanschauung, die epistemologisch, rational und ethisch allen anderen Weltanschauungen überlegen ist. Aber für diese Aussage würde ich wahrscheinlich von vielen Deutschen am liebsten gekreuzigt werden, wie auch Christus für gleichartige Aussagen ans Kreuz genagelt wurde.


Nein, Jesus ist nicht dieser langhaarige Hippie, wie Er häufig in Deutschland präsentiert wird. Er hat richtig provoziert, in dem Er beispielsweise die Wahrheit aussprach und auf Heuchelei hinwies.

Jetzt bist Du dran

So... das musste mal alles gesagt werden! Zum Glück bin ich im Ausland. Hier werde ich wenigstens wegen dieser Worte nicht als Volksverhetzer, Hate-Speaker, religiöser Fundamentalist (oder was gerade in Mode ist) angeklagt.


Was gefällt Dir an Deutschland und was kannst Du an dem Land gar nicht ausstehen? Was würde Dich zum Auswandern bewegen bzw. hat Dich etwas zum Auswandern bewegt? Teile mit uns doch Deine persönlichen Gründe für oder gegen Deutschland unten im Kommentarbereich!


Gerne auch für weiterführende Diskussionen. Ich habe oben bewusst kaum Belege für meine Behauptungen benannt, da sie größtenteils selbst-evident sind oder in 2 Minuten gegooglet werden können. Diese liefere ich aber bereitwillig auf Anfrage nach. Also schreibe mir gerne einen Kommentar :-)

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